UmGäng: Buchprojekt zu Transformativer Gerechtigkeit

*** English version available ***

Einladung und Aufruf der UmGäng zum Mitmachen, Unterstützen und Weitersagen!

RabiaTin: Changing the System – Bild-Beschreibung: Zwei Hände die sich gegenseitig halten durchbrechen eine Kette, die über Zahnräder laufen. Die Zahnräder sind mit verschiedenen Symbolen versehen – einem §, einem € und einem Kreuz

Handbuch Transformative Gerechtigkeit: Theorie, Praxis, Perspektiven

Wir sind eine Gruppe von Menschen, die zu transformativer  Gerechtigkeit praktisch und inhaltlich arbeiten. Um unsere  Erfahrungen zugänglicher zu machen und mit Anderen in  Austausch zu treten, werden wir ein Buch zum Thema  herausgeben. Das Buch soll verschiedene Zugänge zum Thema,  wie aktivistische, akademisch-theoretische etc., versammeln.  Unser Interesse ist, Umgänge mit zwischenmenschlicher Gewalt  jenseits von Polizei und Justiz zu finden, auszuprobieren und zu  verbreitern. Erreichen wollen wir mit dem Buch Menschen, die  schon etwas Vorwissen zu transformativer Gerechtigkeitsarbeit  haben,es soll also keine reine Einführung sein, sondern eine   Wissenssammlung und Unterstützung für TG-Erfahrenere. Hinzu kommen, Ausblicke und Angebote zum Aufbauen auf  Bestehendem, zum  Weiterdenken und zum Entwickeln von  Utopien. Dabei wollen wir Raum schaffen für verschiedene Formate: Sachtexte, Interviews, Lyrik, Kunst. Wir erleb(t)en auf  verschiedenen Ebenen patriarchale Gewalt und  Unterdrückung  wie Sexismus, Homo-, Trans- und Queerfeindlichkeit, sexualisierte  Gewalt und Vergewaltigungen. Wir alle haben  Erfahrungen in  der deutschsprachigen und europäischen linken  Szene und antiautoritären  Zusammenhängen gesammelt. Manche  von uns sind weniger abled (1) als andere.  Wir sind alle  weiß, teilweise akademisch geprägt, teils prekär lebend und  arbeitend. Das heißt, dass uns verschiedene wichtige Zugänge zu  TG fehlen. Wir sehen aber große Dringlichkeit darin, praktische  Umgänge mit zwischenmenschlicher Gewalt zu entwickeln. Sehr  gerne wollen wir euch daher einladen, weitere Perspektiven und  eure Erfahrungen, praktische Umgänge mit zwischenmenschlicher  Gewalt zu entwickeln, zum Buch beizutragen. Wir würden uns sehr  über Tipps freuen, was unbedingt ins Buch soll oder vielleicht  noch fehlt und gerne auch Ideen zu Texten, die ihr selbst  schreiben wollt.

Um mit unserer Arbeit und unseren Gedanken weiterzukommen,  haben wir schonmal eine Buchstruktur ausgearbeitet. Das  bedeutet nicht, dass diese nicht veränderbar ist! Wir freuen und  sehr über Anregungen und Kritik. Anbei findet ihr die Haupt-  Themenblöcke. Wie könnt ihr dieses Buchprojekt noch unterstützen? Wir machen bereits viel und gerne unter- und unbezahlte Arbeit und werden auch in Zukunft viele kostenlose Veranstaltungen anbieten. Deswegen: Schafft uns Geld ran! Schreibt Anträge, macht Soli-Vernstaltungen, räumt euer Konto leer, fragt kritische Männlichkeits-Gruppen nach Beiträgen. Wir  freuen uns.

Solidarische Grüße
die UmGäng


Grobe Grundstruktur für das Buch

1. Einleitung
Hier wollen wir unsere Perspektive und Positionierungen erläutern und in das Thema einführen.

2. Theorie und Hintergrund
Hier soll es darum gehen, warum wir TG für sinnvoll und nötig halten, um Formen zwischenmenschlicher Gewalt und welche Wurzeln die Konzepte haben. Dabei soll ein Fokus auf dem Abolitionismus (2) liegen.

3. In die Praxis gehen
Werkzeuge, Anleitungen und Strukturen für TG-Praxis allgemein

4. Community Organizing
Wie können Verantwortungsübernahme, gemeinschaftliche Konzepte und Organisierung aussehen? Was braucht es in unseren Communities?

5. Unterstützungsgruppenarbeit
Tipps, Best Practices und Werkzeuge für die Unterstützungsarbeit

6. Täter_innen-Umgangsarbeit
Tipps, Best Practices und Werkzeuge für die Transformative Arbeit mit Menschen, die Gewalt ausüben/ausgeübt haben

7. Erfahrungsberichte
Erfahrungen und Praxisberichte aus der Unterstützungsarbeit,
Transformativen Arbeit, Community, etc. und Übersetzungen existierender
Texte

8. Antwort und Kritik
Eingehen auf bereits existierende (deutschsprachige) Texte; Kritik,
Ergänzungen und Antworten

9. Ausblick
Raum für Selbstkritik, Reflexion und Perspektiven

10. Anhang
Anlaufstellen, Literaturtipps und Begriffserklärungen


Fußnoten
(1) Abled – Das Wort ist eine Rückbildung aus dem Englischen „disabled” („behindert”), das so viel bedeutet wie „nichtbehindert”. Mehr Infos unter https://www.queerulantin.de/?page_id=1007

(2) Abolitionismus heißt die Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei in den USA und ihren heutigen Fortsätzen in Form des institutionalisierten Rassismus, des industriellen Gefängniskomplexes und anderen einsperrenden und menschenunwürdigen Institutionen.


Kontakt

Email: umgaeng[at]supernormal[dot]net
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